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Wie man das Pferd vor Gelenk-, Bänder- und Muskelverletzungen schützen kann!

posted by: Nina Reich
Erstellt: 24 April 2017
Zugriffe: 3008

Wie man das Pferd vor Gelenk-, Bänder- und Muskelverletzungen schützt!

-    Aktivierung der Tiefensensibilität

Die Rezeptoren der Tiefensensibilität (Propriozeptoren) haben die Aufgabe, über den afferenten und efferenten Nervenfasern, den Körper vor Verletzungen zu schützen. Diese“ Melder“ geben den einzelnen Muskeln, Bändern, Gelenken und Gelenkkapseln die Information in welche Stellung die sich befinden sollen und wie die z. B. bei unebenen Boden zu reagieren haben. Wenn die dann aktiviert sind! Problematisch wird es wenn die Rezeptoren sich in „Schlafmodus“ befinden bzw. inaktiv sind.

Dieses kann der Fall sein z.B. wenn das Pferd immer auf gleichmäßigen Boden trainiert wird. Ein gute Hallen- bzw. Reitplatzboden in allen Ehren, aber  bitte auch für Bewegung über „Stock und Stein“ besorgen….und zwar regelmäßig!

Afferente efferente Nerven Seminar Seite 1 https://youtu.be/xLhx1qrp2lE   (Bitte auf das Video klicken)

 

Weitere Gründe für die inaktiven Rezeptoren können Verletzungen (auch alte), Operationen, Gelenkerkrankungen 8 z. B. Arthrose, einseitiges Training uvm.

Desto vielfältiger ein Bewegungsablauf ist, desto mehr Rezeptoren werden aktiviert! Korrekt durchgeführte Seitengänge, Versammlung, Springgymnastik, Übergänge, Geländereiten begünstigen den Aufbau der Tiefensensibilität.

Eine Reaktion der Tiefensensibilität  geschieht in Bruchteil eine Sekunde über den s.g. Reflexbogen. Dabei nehmen die Propriozeptoren an den Gliedmaßen die äußere Beschaffenheit war und melden diese in der Wirbelsäule. Es folgt eine sofortige Rückmeldung aus dem zentralen Nervensystem um die notwendige Korrektur in Gliedmaßen Bereich zu veranlassen. Damit ist Schutz hergestellt!  Das Bewusstsein wird nicht mit einbezogen.

In dem Video gezeigte „Sternchenübung“ fördert sowohl die Tiefensensibilität, Biegung, Koordination wie auch die Konzentration.

Anfangs ist es sinnvoll das Pferd über die Stangen zu führen (in langem Strick). Die Stangen können jedes Mal anderes überquert werden, mal kreisförmig, mal schräg. Die Abstände und Höhenunterschiede der Stangen sollen, während der Übung willkürlich variiert werden. Dauer der Übung sollte 10 Minuten nicht überschreiten (sehr anstrengend).

Bei Pferden mit akuten Gelenkerkrankungen ist Vorsicht geboten. Bei Unklarheiten sollte eine versierte Tierphysiotherapeutin konsultiert werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Nina Reich

https://youtu.be/xLhx1qrp2lE

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